Bluthochdruck ist einer der größten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Mehr als ein Drittel aller Herz-Kreislauftoten litten zuvor unter Bluthochdruck (Hypertonie).
Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, ist für einen Hochdruckpatienten etwa zehnfach größer als für einen Gesunden. Bluthochdruck gilt als einer der größten Risikofaktoren für die Entstehung von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) und verursacht damit viele weitere Folgeerkrankungen wie z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Durchblutungsstörungen, Herzmuskelschwäche, Herzinfarkt und Nierenschäden. Nach Einschätzung von Medizinern leidet heute jeder fünfte Bundesbürger unter Bluthochdruck.
Das Gefährliche dabei: Viele Betroffene merken – zunächst – gar nichts davon. Ein hoher Blutdruck verursacht in der Regel zunächst keine Schmerzen oder ernsthaften Beschwerden. Sie fühlen sich wohl und sind sogar sehr aktiv.
So können die Schäden langsam und unerkannt voranschreiten. Die Erkrankung muss jedoch rechtzeitig behandelt werden, da sie sonst zu gefährlichen Komplikationen am Gefäßsystem, besonders am Herzen, am Gehirn und den Nieren führt und bereits entstandene Gefäßverkalkungen sind kaum noch rückgängig zu machen.
Das fließende Blut drückt ähnlich wie bei einem prallen Wasserschlauch gegen die Wände der Gefäße und besonders auf die Wände Ihrer Arterien. Die Kraft, mit der der Blutstrom gegen die Gefäßwand drückt, wird als Blutdruck gemessen.
Die Messung kann am Arm oder Handgelenk mit Hilfe eines Blutdruckmessgerätes erfolgen. Der Blutdruck beträgt im Normalfall zwischen 120 und 80 mmHg (mmHg bedeutet "Millimeter Quecksilbersäule", ein international einheitliches Maß zur Bestimmung von Druckwerten).
Den höheren (systolischen) der beiden Werte erreicht der Blutdruck, wenn sich das Herz entleert und dadurch den Kreislauf antreibt. Während sich das Herz erneut füllt, sinkt der Blutdruck auf den niedrigeren (diastolischen) der beiden Werte ab.
Bei Werten, die bei wiederholten Messungen über 140 zu 90 mmHg beim Erwachsenen liegen, ist der Blutdruck zu hoch und muss behandelt werden. Die Ursachen des Bluthochdrucks sind vielfältig. Zum einen kann Bluthochdruck Folge einer bestimmten Grunderkrankung anderer Organe, vor allem der Niere, hormonproduzierender Organe und des Zentralnervensystem sein. Weitaus häufiger jedoch ist der Bluthochdruck Folge verschiedener Risikofaktoren.
Dazu gehören: falsche Ernährung (zuviel Salz, zuviel Kalorien), Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, Rauchen, übermäßiger Alkohol. In den meisten Fällen liegen mehrere dieser Faktoren gleichzeitig vor.