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Messungen - CRP Wert

CRP-Soforttest - Viren oder Bakterien?

Wer kennt sie nicht, die vielfältigen Symptome einer Erkältung:

laufende Nase, quälender Husten, ein Kratzen im Hals, Fieber, glasige Augen und dazu ein Schwächegefühl in allen Gliedern.

Die Hauptverursacher dieser Erkrankungen können sowohl Viren als auch Bakterien sein, wobei 95% aller Erkältungskrankheiten durch Viren hervorgerufen werden. Für den Mediziner ist es wichtig zu wissen, wer der Krankheitsverursacher ist, um ihn gezielt zu bekämpfen. Eine Bestimmung des CRP-Wertes kann die Diagnose des Arztes nicht ersetzen, aber sie kann bei der Entscheidung über die Dringlichkeit des Arztbesuches helfen. Nutzen Sie diese neue Dienstleistung!

1) Bedeutung des CRP-Tests

Der CRP-Test dient zur Unterscheidung, ob eine Erkrankung durch Bakterien oder Viren hervorgerufen wird. Das menschliche Immunsystem ist in der Lage, mit Hilfe verschiedener Abwehrmechanismen virale Infektionen relativ schnell zu überwinden, vorausgesetzt, das Immunsystem ist nicht geschwächt, z.B. durch chronische Erkrankungen, Operationen, Bestrahlungen, schwere Infektionen oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente.

Bakterielle Infektionen müssen möglichst schnell mit spezifischen Antibiotika behandelt werden, denn sie sind gefährlicher als virale Infektionen, da sie einerseits länger andauern und den Körper stärker schwächen, andererseits häufig neben den unmittelbar befallenen Organen auch in andere Gebiete abwandern und dort Komplikationen verursachen können. Besonders gefürchtet sind ein Befall des Herzens, eine Entzündung der Herzklappen, Hirnhaut- und schmerzhafte Gelenkentzündungen. Halsschmerzen oder Bronchitis müssen nicht mit Antibiotika behandelt werden, aber auf jeden Fall Angina oder Lungenentzündung. Das Problem liegt darin, dass sich die Beschwerden oft nicht wesentlich unterscheiden. Hier hilft zur Klarstellung die CRP-Testung.

2) Was verbirgt sich hinter dem Begriff CRP?

CRP ist eine Abkürzung für C-reaktives Protein, ein Eiweiß, das im Blut vorkommt. Bei Infektionskrankheiten, die durch Bakterien verursacht werden, steigt der CRP-Wert stark an. Die Ursache dafür ist ein wesentlich stärkerer Zellzerfall bei bakteriellen als bei viralen Infektionen. Dies kann man mittels eines Blutstropfen aus dem Finger innerhalb von 5 Min. ermitteln.

Ein normaler, das heißt niedriger CRP-Wert bedeutet, das die Infektion mit großer Wahrscheinlichkeit (95%) durch Viren ausgelöst wurde.

Bei erhöhten CRP-Werten sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, denn neben bakteriellen Infektionen können auch andere Krankheiten, vor allem entzündlicher Art, wie z.B. rheumatoide Arthritis, Herzinfarkt, Operationen, Verbrennungen und Pilzinfektionen zu einem Anstieg des CRP-Wertes führen. Früher wurde zur Diagnose langwieriger Erkrankungen die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) gemessen.

Sie ist jedoch gegenüber der CRP-Messung störanfälliger und hinkt in der Aussage dem zeitlichen Verlauf der Krankheit nach. Außerdem benötigt man für die Bestimmung viel mehr Blut aus einer Armvene.

3) Vorteile des CRP-Tests:

  • frühzeitige Unterscheidung zwischen bakteriellen und viralen Infektionen
  • rechtzeitiges Aufsuchen des Arztes bei bakteriell verursachten Erkältungskrankheiten. Das verhindert ein Verschleppen der Infektion und damit einen langwierigen, komplikationsreichen Heilungsprozess
  • ein gezielter Antibiotikaeinsatz ist möglich, da nur bei Befall mit Bakterien Antibiotika hilfreich sind. Der Patient wird nicht unnötig durch Antibiotikaeinnahme belastet und die Resistenzentwicklung von Bakterien gegenüber Antibiotika wird vermindert
  • der Therapieerfolg kann kontrolliert und so ein zu frühzeitiger Abbruch und/oder eine unnötig lange Therapie vermieden werden
  • die Therapie chronisch entzündlicher Prozesse z.B. rheumatoide Arthritis kann kontrolliert werden
  • bei chronischen Erkrankungen, wie z.B. Asthma bronchiale, kann eine akute bakterielle Infektion erkannt und rechtzeitig ärztlich behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden
  • nach Operationen sind eventuelle bakterielle Infektionen erkennbar

4) Wann sollten Sie Ihren CRP-Wert messen lassen?

Die häufigsten Erkältungsanzeichen sind Schnupfen, Heiserkeit, Hals- und Gliederschmerzen und Fieber. Diese Symptome wechseln sich gegenseitig ab und sind oft nur von kurzer Dauer. In den meisten Fällen wird der Arzt erst aufgesucht, wenn die Beschwerden überhaupt nicht verschwinden bzw. sich verschlimmern.

In diesem Fall ist die Erkrankung jedoch aufgrund der Verschleppung schwieriger zu behandeln und evtl. mit Komplikationen verbunden. Sie kann sogar schon in einen chronischen Verlauf übergegangen sein. Der schnell durchführbare, einfache CRP-Test sagt bereits 8 bis 12 Stunden nach einer Erkrankung aus, ob es sich um eine virale Infektion handelt, die mit großer Wahrscheinlichkeit von selbst ausheilt, oder ob eine bakterielle Infektion dahinter steckt, die vom Arzt mit Antibiotika behandelt werden sollte, um schwerwiegende Krankheitsverläufen zu vermeiden.

Zur Messung ist lediglich ein Tropfen Blut nötig, der verhältnismäßig schmerzarm aus der Fingerkuppe entnommen wird. Wenn eine antibakterielle Behandlung begonnen wurde, kann bereits 2-3 Tage nach Therapiebeginn festgestellt werden, ob das Medikament angeschlagen hat. Ist die Krankheit überstanden, sinkt der CRP-Wert innerhalb von 24 Stunden auf den Normalstand.

Außer bei Erkältungskrankheiten wird die CRP-Analyse medizinisch für weitere Fragestellungen benutzt, z.B.:

  • ob bei Fieber und verringerter Leukozytenzahl eine Blutvergiftung (lebensgefährliche Sepsis) vorliegt
  • bei einer Hirnhautentzündung (Meningitis) kann zwischen bakterieller und viraler Ursache unterschieden werden, woraus sich eine mögliche Krankenhauseinweisung ergibt
  • Die Darmerkrankungen Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn lassen sich unterscheiden
  • Bei Verdacht auf Blindarmentzündung können gefährdete Personen schneller und sicherer erkannt werden und der Operation zugeführt werden. Andererseits wird eine allgemeinen Blinddarmreizungen nicht vorschnell operiert.
  • Auch akute Gallenblasenentzündungen mit bakterieller Komplikation lassen sich erkennen.
  • Bei Harnweginfektionen weist ein erhöhtes CRP auch eine Mitbeteiligung der Nieren hin
  • Venenthrombosen der tiefen Beinvenen können durch die CRP-Bestimmung ausgeschlossen werden.