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Messungen - Venenfunktion

Venenfunktionsmessung

1) Die Venenfunktion messen -Krampfadern vorbeugen und bekämpfen

Venenerkrankungen bzw. Krampfadern entstehen in der Regel allmählich, oft am Anfang unbemerkt. Wenn sich deutlich sichtbare Veränderungen gebildet haben oder entsprechende Beschwerden auftreten, ist eine vollständige Rückbildung der Venenerkrankung nicht mehr möglich.

Allerdings kann dann durch Arzneimittel, physikalische Behandlungen und Kompressionsstrümpfe (siehe dazu auch Anmessen von Kompressionsstrümpfen) dafür gesorgt werden, dass die Venenerkrankung nicht fortschreitet und immer größere Bereiche erfasst

. Das Aufhalten der Erkrankung ist bei Venenleiden schon ein großer Erfolg, da sonst die gefürchteten Komplikationen der Krampfadern auftreten können: Beingeschwüre und offene Beine, Thrombosen, Schmerzen, Wassereinlagerungen, massive Blutungen.

2) Welche Vorteile haben Sie von dieser Dienstleistung?

  • 1. Die Messung dient der Früherkennung venöser Erkrankungen, damit rechtzeitig eine Therapie eingeleitet werden kann. Wenn Sie abends schmerzende oder geschwollene Beine haben, sollten Sie abklären, ob die Ursache eine Venenerkrankung ist. Auch Veränderungen an der Haut der Beine, z.B. das Hervortreten von Venen bzw. sogenannte Besenreiser sollte durch eine Messung der Venenfunktion abgeklärt werden.
  • 2. Nehmen Sie bereits Medikamente gegen Krampfadern oder Venenerkrankungen ein, lässt sich die Effektivität der Arzneitherapie aufzeigen. Bleibt die Auffüllzeit trotz der Medikamente unter 25 Sekunden, muss die Therapie verbessert werden, z.B. durch Dosiserhöhung oder Kombination mit Stützstrümpfen.
  • 3. Durch die Venenfunktionsmessung kann die Wirkung von Stütz- bzw. Kompressionsstrümpfen nachgewiesen werden. Sitzen die Strümpfe nicht richtig, kann sogar eine Verschlechterung der Beschwerden eintreten. Ist die Auffüllzeit trotz stützender Strümpfe unter 25 Sekunden, muss eine stärkere Kompressionsklasse verordnet oder passgerechtere Strümpfe angemessen werden.
  • 4. Der direkte Seitenvergleich kann die unterschiedliche Ausprägung der Venenerkrankung an beiden Beinen nachweisen.
  • 5. Durch die Messung kann festgestellt werden, ob die Venenklappen gesund sind und richtig funktionieren.
  • 6. Schließlich kann auch die Leistung der Muskelpumpe bewertet werden. Nach Auswertung der Messung beraten wir Sie gern zu Fragen der Venengesundheit. Wir halten für Sie Informationsmaterial bereit, unter anderem unseren Handzettel: "Krampfadern - die oft unterschätzte Gefahr" mit praktischen Hinweisen zu einer sinnvollen Therapie.

3) Wie funktioniert die Messung?

Zur Messung der Venenfunktion benutzen wir ein modernes Gerät, das computergestützt kontrolliert, wie schnell Venen nach einer Entleerung wieder mit Blut aufgefüllt werden. Die Messung ist einfach, schnell und zuverlässig. Bei gesunden Venenklappen kann Blut nur in Richtung zum Herzen transportiert werden. Die Venen werden durch das vom Herzen kommende arterielle Blut aufgefüllt. Wenn aber die Venenklappen nicht mehr richtig schließen, fließt Blut zurück und staut sich im Gefäß.

Die Auffüllzeit der Venen ist dann kürzer, wobei sich auch entsprechend der Auffüllzeit der Schweregrad der Venenfunktionsstörung nachweisen lässt. Die Meßmethode beruht auf einem optischem Verfahren, nämlich auf einer Messung mit infrarotem Licht, das zwar für uns unsichtbar ist, aber gut die Haut und die Gefäße durchdringen kann.

Die Messung ist sogar durch Damenstrümpfe bzw. Kompressionsstrümpfe hindurch möglich. Die Bestimmung erfolgt im Sitzen. Ca. 10 cm über den Fußknöchel werden mit Hilfe eines Gummibandes die Messsonden auf der Haut befestigt. An beiden Beinen kann gleichzeitig gemessen werden. Nach dem Ertönen eines Signaltons müssen beide Füße im Takt 10 mal bewegt werden.

Dabei wird das Blut aus der Vene gedrückt. Anschließend beginnt die Messung der Auffüllzeit. Eine beginnende Venenerkrankung wird dadurch deutlich, dass an einem Bein eine deutlich andere Auffüllzeit gemessen wird als am anderen Bein.

Venenerkrankungen betreffen nämlich nie in gleichem Maße beide Beine. Wenn die Auffüllzeit unter 25 Sekunden liegt, wird eine schon verfestigte Venenstörung nachgewiesen. Schließlich gibt der Verlauf der vom Gerät aufgezeichneten Kurve auch einen Hinweis auf die Funktionsfähigkeit der Muskelpumpe: Es lässt sich zeigen, wie gut das Blut ausgepumpt wird.

Die Messung sollte bei normaler Hauttemperatur erfolgen. Sogenannte "Eisbeine" im Winter müssen zunächst im Warmen wieder klimatisiert werden. Ist man sehr verschwitzt oder schnell gelaufen, sollte vor der Messung eine Pause von 10 bis 15 Minuten eingelegt werden.

Eine Messung am Abend ist günstiger, da die Venen dann den täglichen Belastungen ausgesetzt waren. Salbenreste können die Messung stören, deshalb keine Salbe vor der Venenprüfung auftragen.