Blutzucker

Nicht nur bei Diabetes – Messen Sie Ihren Blutzucker

5,4 Prozent der deutschen Bevölkerung, das sind circa 4,2 Millionen Menschen, leiden an Diabetes, im Allgemeinen als Zuckerkrankheit bekannt.

Diabetes ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der durch die Nahrung aufgenommener Zucker im Körper nicht abgebaut werden kann und damit der Zuckergehalt (Glucosespiegel) des Blutes zu hoch ist. Ursache dafür ist zum einen, dass die Bauchspeicheldrüse das für den Blutzuckerabbau im Körper wichtige Hormon Insulin nicht oder zu wenig bilden kann (Typ-I-Diabetes) oder das Insulin nicht richtig wirkt, weil die Zellen unempfindlich (resistent) gegenüber Insulin geworden sind (Typ-II-Diabetes). Weil ein ständig erhöhter Blutzucker schwere Folgeerkrankungen hervorruft, muss unbedingt gehandelt werden. Das ist für die Betroffenen oft mit einer Umstellung ihrer Lebensweise verbunden. Denn diese Krankheit ist bis heute nicht heilbar - aber sie ist beherrschbar.

Lebensqualität, Folgeerkrankungen und Gesundheitskosten können durch Schulung und aktive Mitarbeit des Diabetikers sehr stark positiv beeinflusst werden.
Dem betroffenen Diabetiker und seinen Angehörigen dabei zu helfen, sehen wir in der Merkur-Apotheke als besondere Aufgabe an. In Zusammenarbeit mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen informieren wir Sie gern zu allen Fragen und Problemen rund ums Thema Diabetes, zum Beispiel richtige Ernährung, Vorbeugung von Folgeschäden, Selbstkontrolle, Tablettenbehandlung, Insulinbehandlung, Fußpflege und vieles andere mehr.

Sie können sich auch jederzeit vertrauensvoll an unser Team wenden, wenn Sie Probleme mit dem Spritzen, Nebenwirkungen, Fragen zum Diabetes oder ähnliches haben. Wir beraten Sie gern!

Die Diabetes-Typen und warum die Früherkennung so wichtig ist!

Man unterscheidet verschiedene Formen der Zuckerkrankheit. Die wichtigsten sind der Typ-I- und der Typ-II-Diabetes.
Der Typ-I-Diabetes wurde früher jugendlicher Diabetes genannt. Er tritt überwiegend bis zum 40. Lebensjahr bei vorwiegend schlanken Personen auf. Typ–I-Diabetiker müssen aufgrund ihres Insulinmangels von Anfang an Insulin spritzen.
Der Typ-II-Diabetes beginnt meist schleichend und tritt meist erst im fortgeschrittenen Alter über 40 Jahren, häufig zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, auf. Er ist mit Abstand die häufigste Form der Erkrankung, man zählt den Typ-II-Diabetes heute schon zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten. Zu Beginn der Erkrankung liegt noch eine ausreichende Insulinproduktion vor. Das Zielgewebe, vor allem Muskel- und Fettzellen, ist jedoch unempfindlich gegenüber Insulin. Nach einer Weile kann der Körper trotz einer Erhöhung der Insulinproduktion diese Insulinunempfindlichkeit nicht mehr kompensieren. Damit wird der Blutzucker nicht mehr abgebaut, sondern staut sich im Blut. Die Insulinunempfindlichkeit ist vererbt. Damit es jedoch zum Ausbruch der Erkrankung kommt, müssen in der Regel noch andere Faktoren hinzukommen. Die wichtigste Rolle hierbei spielt das Übergewicht. Je höher das Körpergewicht ist, desto unempfindlicher reagiert der Organismus auf Insulin. Auch erhöhte Blutfette, Bewegungsmangel und Bluthochdruck vermindern die Insulinwirkung. Auf der anderen Seite treten als Folge eines schlecht oder nicht behandelten Diabetes gehäuft erhöhte Blutfette und Bluthochdruck auf. Das bezeichnet man auch als "Metabolisches Syndrom". Ein Teufelskreis entsteht. Die Insulinresistenz wird verstärkt und das Insulin wirkt immer schlechter. 

Je zeitiger man den Diabetes diagnostiziert, umso besser sind die Aussichten, eine größtmögliche Lebensqualität zu erhalten. Der Betroffene hat sogar gute Chancen, den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern zum Beispiel durch eine Ernährungsumstellung. Aufmerksam werden sollten Sie unbedingt, wenn Sie folgende Symptome feststellen.

Denn dies könnten erste Anzeichen für eine Zuckerkrankheit sein:

  • Starker Durst
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, psychische Verstimmung, Antriebslosigkeit
  • Gewichtsverlust, wenn schon längere Zeit Überzucker besteht


Eine einfache und wichtige Methode der Früherkennung ist der Test auf Glucose im Harn mittels eines Teststreifens. Diese Teststreifen erhalten Sie bei uns in der Merkur-Apotheke. Sie können auch ihren Harn in der Apotheke abgeben, wir testen neben dem Harnzucker noch auf weitere neun wichtige Parameter zur Erkennung von Stoffwechselerkrankungen (siehe dazu auch Harnuntersuchung).

Da Erbfaktoren beim Diabetes mellitus eine wichtige Rolle spielen, sollten Sie bei einem familiären Vorkommen besonders aufmerksam sein und in regelmäßigen Abständen den Blutzucker- oder Harnzuckerwert kontrollieren lassen, auch wenn es Ihnen gut geht. Denn ein zu hoher Wert verursacht zunächst erst einmal keine Schmerzen. Verstärkt gilt das bei vorhandenem Übergewicht. Nur so können sie Folgeerkrankungen der Überzuckerung, wie zum Beispiel Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenerkrankungen und Augenerkrankungen vorbeugen.
Vor allem für Diabetiker empfehlen wir die genauere Meßmethode – die Bestimmung des Blutzuckers. Diesen Wert können Sie bei uns in der Apotheke jederzeit messen lassen. Wir benötigen für die Bestimmung nur einen Tropfen Blut aus der Fingerkuppe.

  • Bei Infektionen jeder Art
  • Bei Verdacht auf nächtliche Unterzuckerungen (dann empfehlenswert die Messung zwei Uhr morgens)
  • In der Schwangerschaft

Wie oft sollten Diabetiker ihre Zuckerwerte messen?

Typ-II-Diabetes
Nur mit Diät behandelte Patienten
2 bis 3 x Urinzuckermessung pro Woche (1 bis 2 Stunden nach dem Frühstück) bei zu hohen Werten zusätzliche Blutzuckerkontrollen, zusätzlich in der Apotheke aller 3 Monate HbA1c-Wert (Bewertung der Langzeitzuckerbelastung)
Mit Tabletten behandelte Patienten
(eventuell in Kombination mit Insulin) 2 x Blutzuckermessung pro Woche (nüchtern und vor Hauptmahlzeit) und vierteljährlich HbA1c-Wert evtl. zusätzlich 2 x Urinzuckermessung pro Woche (1 bis 2 Stunden nach dem Frühstück) Konventionelle Insulintherapie (maximal 1 bis 2 Insulininjektionen pro Tag) 2 bis 4 x täglich. Urinzuckermessung (nüchtern und vor Hauptmahlzeit) 1 bis 2 x Blutzuckermessung tgl. (nüchtern und vor Hauptmahlzeit) und vierteljährlich HbA1c-Wert

Typ-I-Diabetes
Konventionelle Insulintherapie
(3 oder mehr Insulininjektionen pro Tag) Insulinpumpenträger Mindestens 3 bis 4 Blutzuckermessungen pro Tag (vor den Hauptmahlzeiten und vor dem Schlafengehen) und vierteljährlich HbA1c-Wert Harnzuckermessungen können ergänzend durchgeführt werden

Wir empfehlen allen Diabetikern das Führen eines Diabetikertagebuchs. Die Tagebücher gibt es in verschiedenen Ausführungen speziell für jeden Diabetiker-Typ. Die Eintragungen im Tagebuch sind für die Besprechung mit dem Hausarzt oder Diabetologen von größter Wichtigkeit. Auf dieser Grundlage kann ihr Arzt die Behandlung optimal anpassen. Sie erhalten die Diabetikertagebücher bei uns in der Merkur-Apotheke in Leipzig.

Merkur Apotheke

Lützner Strasse 145, 04179 Leipzig

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Wir sind während der Öffnungszeiten telefonisch unter 0341 - 48 49 70 oder per Fax unter 0341 - 48 49 711 erreichbar.

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